Keinen Meter den Nazis!

Am 03. März wollen Neonazis durch Münster marschieren – es formiert sich zivilgesellschaftlicher Protest und gemeinsam werden wir sie mit ihrer menschenverachtenden Ideologie nicht durchkommen lassen. Auch wir gehören zu den Unterstützer*innen des Aufrufs „Keinen Meter den Nazis – Solidarisch gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!“

Kommt am 03. März nach Münster, setzt euch auf die Straßen und helft mit, den Nazis den Tag zu vermiesen. Den Aufruf und alle wichtigen Infos gibt es unter: www.keinenmeter.de.ms

Nachhören: Antisemitismus in der Linken

Zur Buchvorstellung „Antisemitismus in der Linken“ kann nun ein Audiomitschnitt online angehört werden. Auf dem Blog des Referenten Maximilian Imhoff wurde ein entsprechender Link zur Online-Plattform SoundCloud veröffentlicht.

1.Veranstaltung: Antisemitismus in der Linken

Über Bekannte haben wir vor Kurzem Max Imhoff getroffen, der gerade eine interessante Studie zum Zusammenhang zwischen dem Konsum bestimmter linker Medien und antisemitischen Weltbildern erarbeitet hat. Er war schon bei einem unserer Treffen und hat ein bisschen über das Thema mitgeteilt. Seine Studie ist mittlerweile als Buch erschienen und wir finden das Thema so interessant – und für eine Reflektion wichtig –, dass wir gerne eine breitere und öffentliche Diskussion darum anstoßen möchten. Das hoffen wir mit einer Buchvorstellung Anfang nächsten Monats erreichen zu können. Für die Zukunft haben wir allerdings erst einmal nicht geplant, das Thema der Studie zu unserem Schwerpunkt zu machen.

Hier der Ankündigungstext:

Antisemitismus in der Linken
Ergebnisse einer quantitativen Befragung
Buchvorstellung und Diskussion

Im Mai 2011 entbrannte nach der Veröffentlichung einer Studie der Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn und Sebastian Voigt eine Debatte über Antisemitismus in der Partei „DIE LINKE“. Als Konsequenz sah sich „DIE LINKE“ genötigt auf ihrem Parteitag im Oktober über das Existenzrecht Israels zu debattieren.
 
Mit dem Buch „Antisemitismus in der Linken. Ergebnisse einer quantitativen Befragung“ liegt nun eine umfassende Studie vor, die von Samuel Salzborn herausgegeben wird. Studienautor Maximilian Elias Imhoff hat insgesamt 218 Personen befragt und die Ergebnisse statistisch ausgewertet – Dabei sprechen die Ergebnisse eindeutig dafür, dass Antisemitismus in bestimmten Teilen der Linken systematisch auftritt. Bei 17% der Befragten verdichten sich so viele Ressentiments, dass man von einem antisemitischen Weltbild sprechen muss. Dieser Personenkreis zeichnet sich nicht nur durch seinen Antisemitismus, sondern auch durch eine flache Kapitalismuskritik und den Rückriff auf völkisches Denken aus. Zudem liest er die gleichen linken Zeitungen.
 
All das lässt sich gut erklären. Warum Linke zu Antisemit*innen werden können, warum die Frage nach der Haltung zum Existenzrecht Israels am Problem des linken Antisemitismus vorbeigeht und warum dieser Antisemitismus kein neuer, sondern ein altbekannter Antisemitismus ist, dem wird Imhoff bei dieser Buchvorstellung nachgehen.

 

Maximilian Elias Imhoff hat Kommunikationswissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Philosophie an der Universität Münster und der Universität Pachuca (Mexiko) studiert. Vor kurzem erschien seine Studie „Antisemitismus in der Linken. Ergebnisse einer quantitativen Befragung“ als Band 7 der Reihe „Politische Kulturforschung“ beim Peter Lang Verlag (Frankfurt).
 
Rezension:
„Mit der vorliegenden Studie liegt eine theoretisch fundierte, auf empirisch prüfbaren Hypothesen aufbauende Untersuchung vor, die durch enormes historisches Hintergrundwissen um ihren Gegenstand besticht, die zur Versachlichung der hitzigen Debatten innerhalb linker Gruppierungen, aber auch in breiteren öffentlichen Diskursen beiträgt und die – fast nebenbei – die Antisemitismusforschung methodisch bereichert. Die Ergebnisse tragen dazu bei, verdeckte antisemitische Argumente ohne Denunziationsabsicht aufspüren zu können.“ (Prof. Dr. Armin Scholl, Uni Münster)

 

Mittwoch, 07.12.2011, 19:30 Uhr
Selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum „Club Courage
Friedensstraße 42 (Hinterhof), 48145 Münster

 
Diese Veranstaltung wird gefördert durch den
AStA der Universität Münster.

Über uns

Die linksorientierte Studierendeninitiative (LOS) ist eine offene Gruppe kritischer Student*innen, die sich aktiv in das kulturelle Geschehen einmischen wollen. Zu Beginn dieses Semesters haben wir uns bei den Ersti-Wochen kennengelehrnt und beschlossen, eine demokratische Initiative zu gründen, die ganz im Sinne des Bildungsstreiks versucht, neben den Veranstaltungen an der Hochschule alternative Bildung möglich zu machen.

Dabei wollen wir auf verschiedenen Themenbereichen versuchen, die Selbstreflektion der Studierendenschaft voranzutreiben und zu fördern. Für die nähere Zukunft haben wir daher einige Veranstaltungen in Planung, mit denen wir uns breiter in Diskurse an der Hochschule einbringen wollen. Außerdem werden wir aktiv werden und wichtige Themen an die Studierendenschaft vermitteln. Im Moment treffen wir uns alle zwei Wochen.

Wir wünschen uns, dass sich viele zur Planung von Veranstaltungen oder zum Referieren in unserer Initiative engagieren – alle Studierenden sind herzlich eingeladen bei uns mitzuwirken und uns zu unterstützen. Schreibt uns einfach an!