Archiv der Kategorie 'Veranstaltung'

10. Veranstaltung: Fußball – Nachholtermin

Wir freuen uns euch mitteilen zu können, dass die im letzten Semester ausgefallene Veranstaltung zu Fußball in zwei Wochen nachgeholt werden wird!

Uns ist es immer noch ein Anliegen, einmal ausführlicher die gesellschaftliche Wirkung und die subkulturelle Anbindung des Fußballs zu analysieren und sind daher froh, dass der Referent für einen neuen Termin in Münster gewonnen werden konnte. Er wird zudem auf die Geschichte des DFB eingehen. Wenn ihr auch Lust auf dieses spannende Thema und dessen Diskussion habt, kommt vorbei!

Hier noch einmal schnell alle wichtigen Infos:

Fußball, mehr als nur Sport ?!
Geschichte und politische Dimension
des Rasenballsportes in Deutschland

Der Spruch „Fußball ist unser Leben“ zeigt eindrücklich die Bedeutung dieses Sportes in der heutigen Gesellschaft auf. Nicht nur das Wochenende vieler Menschen wird durch Fußball geprägt, auch im Alltag ist Fußball u.a. durch Werbung, Nachrichten oder den Sportteil der Tageszeitung mehr als nur präsent, er ist allgegenwärtig.

In der Veranstaltung soll es darum gehen, welche Geschichte der Fußball in Deutschland in den letzten 150 Jahren gespielt hat. Zum einen wird es einen historischen Rückgriff von der Zeit des Kaiserreichs bis zum Nationalsozialismus mit Focus auf die Geschichte des DFBs geben. Zum anderen soll die kritische Auseinandersetzung mit Fans und Ultras im Allgemeinen, und ihrem scheinbaren agieren gegen kulturindustrielle (Unter-)Ordnung des Fußball in der Totalität der kapitalistischen Verwertungslogik im Besonderen, Bestandteil der Veranstaltung sein.

Dabei soll sich der Frage gewidmet werden, warum gerade im Fußball gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit scheinbar zur Normalität gehört, warum sich in der Masse von Fans eine Stimmung entwickeln kann, in der jede Hemmung des Alltags abgeschüttelt wird und was das alles mit der Geschichte und den gesellschaftlichen Implikationen des Rasenballsportes zu tun hat.

 

Der Referent Thadeus Mainka ist Lehrbeauftragter an der TU Braunschweig und hält Lehrveranstaltungen zu den Themen Fußball in der Moderne und Antisemitismustheorie der Frankfurter Schule.

 

Donnerstag, 28.11.2013, 19:30 Uhr
Selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum „Club Courage
Friedensstraße 42 (Hinterhof), 48145 Münster

 

Diese Veranstaltung wird gefördert durch:
AStA der Universität Münster.

10. Veranstaltung: Fußball

Pünktlich zum 50. Jubiläum der Fußball-Bundesliga im August möchten wir dazu einladen, sich kritisch mit diesem auch in Deutschland weitaus länger ausgetragenen „Massensport“ zu beschäftigen.

Denn dass Fußball ein wichtiger Aspekt im Leben der meisten Studierenden ebenso wie der Dozierenden ist, lässt sich nicht von der Hand weisen. Bei großen Turnieren fallen Seminare aus oder sie werden schon bei der Planung um die entsprechenden Termine herum gelegt. Viele fiebern mit dem lokalen oder dem Verein ihres vorherigen Wohnorts mit. Außerdem verbindet das Interesse für Fußball mit den Kommiliton*innen genauso, wie mit dem Rest der Bevölkerung.

Doch was macht Fußball so attraktiv? Welche Geschichte hat er in Deutschland? Welche Rolle spielen Ultras und Hooligans? Was tun gegen fremdenfeindliche und menschenverachtende Sprechgesänge? – diese und weitere spannende Fragen möchten wir zusammen mit allen Interessierten diskutieren.

Wir freuen uns daher sehr, dass die ASten von FH und Uni uns dabei unterstützt haben, diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen:

Fußball, mehr als nur Sport ?!
Geschichte und politische Dimension
des Rasenballsportes in Deutschland

Der Spruch „Fußball ist unser Leben“ zeigt eindrücklich die Bedeutung des Sportes in der heutigen Gesellschaft auf. Nicht nur das Wochenende vieler Menschen wird durch Fußball geprägt, auch im Alltag ist Fußball u.a. durch die Werbung, Nachrichten oder den Sportteil der Tageszeitung mehr als nur präsent, sondern allgegenwärtig.

In der Veranstaltung soll es darum gehen, welche Geschichte der Fußball in Deutschland in den letzten 150 Jahren gespielt hat. Zum Einen wird es einen historischen Rückgriff in die Zeit vom Kaiserreich bis Nationalsozialismus mit dem Focus auf die Geschichte des DFB’s geben. Zum Anderen soll die kritische Auseinandersetzung mit Fans und Ultras im Allgemeinen, und ihrem scheinbaren agieren gegen kulturindustrielle (Unter-)Ordnung des Fußball in der Totalität der kapitalistischen Verwertungslogik im Besonderen, Bestandteil der Veranstaltung sein.

Dabei soll sich der Frage gewidmet werden, warum gerade im Fußball gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit scheinbar zur Alltäglichkeit gehört, warum sich in der Masse von Fans eine Stimmung entwickeln kann, in der jede Hemmung des Alltag abgeschüttelt wird und was dass alles mit der Geschichte und den gesellschaftlichen Implikationen des Rasenballsportes zu tun hat.

 

Der Referent Thadeus Mainka ist Lehrbeauftragter an der TU Braunschweig und hält Lehrveranstaltungen zu den Themen Fußball in der Moderne und Antisemitismustheorie der Frankfurter Schule.

 

Freitag, 02.08.2013, 19:30 Uhr
Selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum „Club Courage
Friedensstraße 42 (Hinterhof), 48145 Münster

 

Diese Veranstaltung wird gefördert durch:
AStA der Fachhochschule Münster
AStA der Universität Münster.

9. Veranstaltung: Kolonialismus

Ende Mai möchten wir mit einer Veranstaltung auf einen vergessenen und verdrängten Teil der deutschen Geschichte aufmerksam machen: den Kolonialismus.

Dass es nötig ist, diesen Themenkomplex besser zugänglich zu machen, zeigt sich in der fehlenden ernsthaften geschichtskulturellen Aufarbeitung beispielsweise in den Medien oder der Schule. Um sich in aktuelle Diskurse einbringen zu können oder diese zu eröffnen (in der Forschung, um Entschädigungszahlungen, bei Straßen- umbennenungen usw.), fehlt vielen nicht nur das Wissen, sondern auch die Sensibilität, diese wahrzunehmen.
Uns wäre es ein Anliegen, dass sich auch verstärkt Studierende in solche Debatten einschalten und mit dem Schlagwort „Kolonialismus“ mehr verbinden als die französische, niederländische oder britische Geschichte.

Deshalb haben wir zusammen mit den ASten von Uni und FH einen Vortrag organisiert, der in die historischen Abläufe einführen, Forschungsdiskussionen erklären, aber auch auf die Aktualität des Themas hinweisen soll:

Deutscher Kolonialismus – Deutsche Expansionspolitik

„Irgendwann zwischen 1500 und 1920″, so formuliert es der Historiker Jürgen Osterhammel in einem Einführungsbändchen zum Thema Kolonialismus, „geriet die Mehrzahl der Räume und Völker der Erde unter die zumindest nominelle Kontrolle von Europäern“. Als sich das erst 1871 gegründete deutsche Reich in diesen Wettkampf um territoriale und machtpolitische Expansion einschaltete, hatten andere europäische Großmächte einen Teil dieser Kolonien schon wieder eingebüßt; um die Aufrechterhaltung und Neuakquisition anderer Einflussgebiete wurde daher bisweilen umso nachhaltiger gekämpft.

Im Vortrag soll die Entstehung des deutschen Wunsches nach einem eigenen Kolonialreich, ausgehend von den zunächst bloß rhetorischen Eroberungsphantasien deutscher Dichter und Denker bis zur praktischen Umsetzung dieser Vorhaben im Rahmen der Beteiligung des Reichs am sogenannten „scramble for africa“, nachgezeichnet werden. Weiter soll versucht werden, die durchaus vorhandene Aktualität dieser kurzen zeithistorischen Epoche anhand einiger Beispiele zu zeigen, etwa an der Weigerung der Bundesregierung, Entschädigungszahlungen an die Hinterbliebenen der Herero und Nama zu entrichten, zweier Bevölkerungsgruppen, die im heutigen Namibia eines der ersten Opfer deutscher Kriegsführung im zwanzigsten Jahrhundert wurden. Indes wird die Erinnerung an deutsche „Kolonialabenteuer“ – nicht nur, aber auch in Münster – den heutigen Zeitgenossen vor allem durch fortbestehende Straßennamen oder Denkmäler aufrecht erhalten.

 

Der Referent Dominik Koch hat Geschichte und Philosophie an der Universität Duisburg-Essen studiert und beschäftigt sich unter anderem mit Fragen bezüglich des Verhältnisses zwischen kolonialer Metropole und Peripherie.

 

Donnerstag, 30.05.2013, 19:30 Uhr
Selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum „Club Courage
Friedensstraße 42 (Hinterhof), 48145 Münster

 

Diese Veranstaltung wird gefördert durch:
AStA der Fachhochschule Münster
AStA der Universität Münster.

8. Veranstaltung: Nationalismus

Nationalismus ist eine Weltanschauung, die nicht nur Diskurse und Meinungen, sondern auch das Selbstverständnis und die Lebensrealitäten fast aller Menschen in unserer Umgebung prägt und die uns alle angeht. Mit einer Veranstaltung am 26. April möchten wir untersuchen, woher die ungemeine Attraktivität des Nationalismus kommt.
Warum bezeichnen sich Menschen als Angehörige einer Nation? Warum scheint ihnen ganz selbstverständlich z.B. Franzose, Deutsch oder Russin zu sein? In einem weiteren Schritt soll es auch um eine Kritik des Nationalismus gehen – denn unproblematisch oder unbedenklich ist er keinesfalls.

Schon gespannt?
Hier findet ihr weitere Infos zum Inhalt und zum Referenten:

Psychologie des Nationalismus

Nationalismus begegnet uns überall. Ob bei Fußballturnieren, in der Kneipe oder im Seminar. Die positive Identifikation mit einer “vorgestellten Gemeinschaft” (Benedict Anderson) tritt zwar in verschiedenen Spielarten auf, weitgehend unhinterfragt bleibt aber die Vorstellung, dass Nationalismen etwas überhistorisches und beinahe naturhaftes darstellen würden.

Im Rahmen des Vortrags soll vor allem der Frage nachgegangen werden, wie sich der Nationalismus psychoanalytisch erklären lässt. Des Weiteren soll dargestellt werden, warum dem Nationalismus in bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaften die Funktion zukommt, ein Kitt in den von Ungleichheit geprägten Gesellschaften zu sein und warum Theodor W. Adornos Überlegungen zum “Kollektiven Narzissmus” nach wie vor für eine Analyse und Kritik des Nationalismus von wesentlicher Bedeutung sind.

 

Der Referent Mark van Eijk lebt in Köln, hat Politikwissenschaften und Soziale Arbeit studiert und beschäftigt sich gegenwärtig mit der Nationalismusanalyse der frühen Kritischen Theorie.

 

Freitag, 26.04.2013, 19:30 Uhr
Selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum „Club Courage
Friedensstraße 42 (Hinterhof), 48145 Münster

 

Diese Veranstaltung wird gefördert durch:
AStA der Fachhochschule Münster
AStA der Universität Münster.

7. Veranstaltung: Film und Shoah

Kann die Shoah überhaupt Stoff für Film sein? Oder muss jeder derartige Versuch darin enden, das Irrationale zu rationalisieren und den Schrecken und die Barbarei zum Stilmittel einer solchen Inszenierung zu machen? Ist die Shoah überhaupt “theoretisierbar” oder begreifbar? Wie funktionieren Filme zu dieser Thematik und können sie im Umgang mit und für die Aufarbeitung der Vergangenheit sinnvoll sein? Was hieße das in diesem Zusammenhang?
Diesen Fragen, die sich im Umgang mit Filmen über die Shoah aufdrängen, möchten wir mit unserer nächsten Veranstaltung nachgehen. Wir möchten aber auch darüber hinausgehende Themenkomplexe anschneiden und uns zum Beispiel ansehen, welche gesellschaftlichen Verhältnisse solche Filme hervorbringen und welche Funktionen diese erfüllen.
Für dieses Vorhaben konnten wir Henrik Götte aus Braunschweig gewinnen und hoffen, dass euch das Thema genauso sehr interessiert wir uns. Wir freuen uns auf eure Teilnahme und eine lebhafte Diskussion!

Genaueres zum Inhalt des Vortrags und zum Referenten:

Film und Shoah

Filme über den industriellen Massenmord an den europäischen Jüdinnen*Juden durch die Deutschen gibt es viele. Mal lösen sie gesellschaftliche Debatten aus, mal kleinere oder größere Skandale, etwa wenn wieder allzu offensichtlich Geschmacklosigkeiten dilettantisch eingesetzt werden, um mediale Aufmerksamkeit zu erhaschen. Was bei all den Diskussionen um “gute” und “schlechte” Filme, dem Einsatz dieser Filme als erzieherische Maßnahme und ihrem akademischen Pendant, dem endlosen “Diskurse” spinnen, “Narrative” aufspüren und “Einschreibungen” offenlegen, völlig fehlt, ist ein Begriff des Gegenstandes, um den es eigentlich geht, denn “was ist ein Filmbild gegen eine Tatsache?” (Claude Lanzmann).

Unter den gesellschaftlichen Bedingungen, die zu Auschwitz führten und weder beseitigt worden sind, noch als solche begriffen werden, wird nicht zuletzt durch Film die Shoah verwandelt in das kulturelle “Artefakt Holocaust”, das “wie eine Drei-D-Brille wirkt, die jeder kennt und aufsetzen kann” (Detlev Claussen). Die Funktionsweise von Film, Personalisierung, Suggestion und Konkretisierung abstrakter Zusammenhänge trägt, eingebettet in postnazistischen “Erinnerungskitsch”, das ihre dazu bei, die intellektuelle Durchdringung des Gegenstandes zugunsten einer Debatte über – und des Konsums von – Darstellungen zu verschieben. Der Antisemitismus des Nationalsozialismus bleibt so diffus oder wird pathologisiert. Aus Erkennen wird Darstellen, durch “Erinnerung” wird alles weit von sich geschoben und nicht selten der Judenvernichtung noch nachträglich ein Sinn angeheftet.

Daraus ergibt sich, dass über Filme, die von der Shoah handeln, nicht im aufklärerischen Sinn gesprochen werden kann. Nicht was diese Filme zum Verständnis, sondern zur völligen Verschleierung des Bewusstseins beitragen, wird exemplarisch an “Shoah” von Claude Lanzmann und “Schindlers Liste” von Steven Spielberg diskutiert werden.

 

Henrik Götte hat in Braunschweig Medienwissenschaften studiert und ist Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Braunschweig.

 

Mittwoch, 12.12.2012, 19:30 Uhr
Selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum „Club Courage
Friedensstraße 42 (Hinterhof), 48145 Münster

 

Diese Veranstaltung wird gefördert durch den
AStA der Universität Münster.