Archiv für April 2013

8. Veranstaltung: Nationalismus

Nationalismus ist eine Weltanschauung, die nicht nur Diskurse und Meinungen, sondern auch das Selbstverständnis und die Lebensrealitäten fast aller Menschen in unserer Umgebung prägt und die uns alle angeht. Mit einer Veranstaltung am 26. April möchten wir untersuchen, woher die ungemeine Attraktivität des Nationalismus kommt.
Warum bezeichnen sich Menschen als Angehörige einer Nation? Warum scheint ihnen ganz selbstverständlich z.B. Franzose, Deutsch oder Russin zu sein? In einem weiteren Schritt soll es auch um eine Kritik des Nationalismus gehen – denn unproblematisch oder unbedenklich ist er keinesfalls.

Schon gespannt?
Hier findet ihr weitere Infos zum Inhalt und zum Referenten:

Psychologie des Nationalismus

Nationalismus begegnet uns überall. Ob bei Fußballturnieren, in der Kneipe oder im Seminar. Die positive Identifikation mit einer “vorgestellten Gemeinschaft” (Benedict Anderson) tritt zwar in verschiedenen Spielarten auf, weitgehend unhinterfragt bleibt aber die Vorstellung, dass Nationalismen etwas überhistorisches und beinahe naturhaftes darstellen würden.

Im Rahmen des Vortrags soll vor allem der Frage nachgegangen werden, wie sich der Nationalismus psychoanalytisch erklären lässt. Des Weiteren soll dargestellt werden, warum dem Nationalismus in bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaften die Funktion zukommt, ein Kitt in den von Ungleichheit geprägten Gesellschaften zu sein und warum Theodor W. Adornos Überlegungen zum “Kollektiven Narzissmus” nach wie vor für eine Analyse und Kritik des Nationalismus von wesentlicher Bedeutung sind.

 

Der Referent Mark van Eijk lebt in Köln, hat Politikwissenschaften und Soziale Arbeit studiert und beschäftigt sich gegenwärtig mit der Nationalismusanalyse der frühen Kritischen Theorie.

 

Freitag, 26.04.2013, 19:30 Uhr
Selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum „Club Courage
Friedensstraße 42 (Hinterhof), 48145 Münster

 

Diese Veranstaltung wird gefördert durch:
AStA der Fachhochschule Münster
AStA der Universität Münster.